Missionsprojekte

Hilfe für Straßen­kinder in Angola

Nova Chance - Unser Partnerprojekt in Luanda

Nova Chance Angola wurde von Bila Lubanzadio, einem langjährigen angolanischen Freund von Damaris Kofmehl, ins Leben gerufen. Er und sein Team engagieren sich in der Hauptstadt Luanda auf vielfältige Weise für Strassenkinder, Kinder in der Favela und Gefangene.

Strassenkinder:

Das Team von Nova Chance besucht die Kinder regelmässig auf der Strasse und kümmert sich um ihre alltäglichen Nöte und Sorgen wie Essen, Kleidung, medizinische Betreuung und Dokumente. Für diejenigen, die von der Strasse wegkommen wollen, bietet Nova Chance in Zusammenarbeit mit Open Arms ein Heim an, wo sie die Chance auf ein normales Leben haben.

Kinder in der Favela:

Nebst der Arbeit auf der Strasse engagiert sich Nova Chance auch für Kinder in der Favela und besucht regelmässig hunderte von Familien. Ziel ist es zu verhindern, dass die Kinder später auf der Strasse landen. Die wenigsten der Kinder gehen zur Schule. Nova Chance besorgt den Kindern die nötigen Dokumente und bezahlt das Schulgeld für sie, welches die Familien sich nicht leisten können. Allerdings sind an den Schulen kaum Plätze frei, was die Arbeit sehr erschwert.

Gefängnis:

Der dritte Arbeitszweig von Nova Chance sind Besuche im Gefängnis. Ein Team besucht die Gefangenen jede Woche im Gefängnis, hält einen Gottesdienst ab und bringt ihnen die nötigsten Hygieneartikel, welche kaum vorhanden sind.

Hilfe für Indianer in Kanada

Tabea Schneider - Missionarin für die Indianer in Kanada

Open Arms unterstützt seit vielen Jahren Tabea Schneider in ihrem missionarischen Dienst. Tabea ist Schweizerin und lebte über acht Jahre lang in São Paulo, Brasilien, wo sie unter Straßenkindern, Drogenabhängigen und Kriminellen diente. Auf Gottes Ruf hin begab sie sich nach Kanada, um hier in ähnlicher Weise wie in Brasilien in der Drogenprävention unter der indigenen Bevölkerung zu arbeiten. Um ein Daueraufenthaltsvisum für Kanada zu erhalten und gleichzeitig noch besser für ihre Arbeit ausgerüstet zu sein, macht Tabea derzeit vor Ort die Ausbildung zur Sozialarbeiterin. Im Sommer 2023 wird sie ihren Abschluss machen und dann Vollzeit in einem Projekt mitwirken. Wir werden euch darüber auf dem Laufenden halten. 

Die Situation der indigenen Bevölkerung Kanadas

Geschichte:

Kanada wurde von französischen und englischen Siedlern kolonisiert, und in den letzten 150 Jahren wurde die indigene Bevölkerung in sogenannte Indianer-Reservate gesteckt. Ausserdem wurden indigene Kinder in katholische und protestantische Waisenhäuser verbannt, wo sie über sieben Generationen fernab von ihrer Familie und Kultur aufwuchsen. Dieses Ereignis wird heute als kultureller Völkermord betrachtet. Die indigene Bevölkerung Kanadas leidet unter einem daraus folgenden generationenübergreifenden Trauma, welches zu Armut, Suizid, Drogenmissbrauch und sexueller Ausbeutung innerhalb der Indianer-Stämme führt. 

Indigene Bevölkerung:

In Kanada gibt es 1,67 Millionen Indianer, die sich in drei Hauptgruppen aufteilen: die First Nations, die Inuit und die Métis. In Kanada gibt es mehr als 630 Indianerreservate und 50 verschiedene Indianersprachen. 

Bildung:

61 % der indigenen Jugendlichen schließen ihre Schulausbildung nicht ab, was automatisch zu hoher Arbeitslosigkeit, schlecht bezahlten Jobs und Kriminalität führt. Einer von drei Gefängnisinsassen in Kanada ist indigener Abstammung.

Armut:

30 % der indigenen Bevölkerung Kanadas lebt in Armut. Armut und steigende Arbeitslosigkeit sowie Traumas der Vergangenheit führen zu Drogenmissbrauch und insbesondere Alkoholismus wird von 70 % der indigenen Stämme als Hauptproblem betrachtet.