Der Sonntagsbrunch: Neues Heartbeat-Corona-Konzept

Coronazeit- statt Abstand mehr Gemeinschaft!

Mica erzählt: Schon seit einiger Zeit beschäftigt mich der Gedanke, wie es mit der Jugendarbeit „Heartbeat“ weitergehen soll. Einerseits ist die Planung durch die ständig wechselnden Massnahmen einfach nur mühsam, andererseits merkte ich schon länger, dass wir eine Veränderung brauchen. Die tiefen Beziehungen und Gespräche schienen schleichend immer oberflächlicher zu werden. Ich hatte den Eindruck, dass Heartbeat zu einem simplen Jugendtreff mit positivem Input geworden und nicht mehr diese wirklich tief miteinander verbundene Familie ist, die wir einst waren. Die Vision ist klar: Offene Arme für jeden, zusammen durchs Leben, durch Ups und Downs und immer tiefer in der Beziehung mit Gott wachsen können. An dieser Vision hat sich auch über all die Jahre nichts geändert, denn sie ist mein, sie ist unser tiefster Wunsch! Nur versandete langsam vieles, was wir über all die Zeit aufgebaut haben, und Corona machte die Sache auch nicht gerade besser! Zwar feierten wir eine super tolle Wiedereröffnung von Explosion (grosser Heartbeat-Anlass), doch dank der aktuellen Lage blieb es dann bei der Wiedereröffnung und die Euphorie flachte sehr schnell ab.

Wie also weiter?

Mich beeindruckte schon immer das Zusammenleben der ersten Christen und der Zusammenhalt, von dem wir in der Apostelgeschichte lesen und davon lernen dürfen. Der Wunsch kam immer stärker in mir auf, auch so eine Gemeinschaft und intensives Zusammensein erleben zu dürfen. Dass durch gemeinsames Essen oft wahnsinnig tolle Gemeinschaft entsteht, durften wir schon öfters erleben. Daher lag der Gedanke nah, etwas in diese Richtung aufzugleisen.

Da grössere Anlässe ja nicht mehr möglich sind, ich aber den Heartbeat nur sehr ungern ständig öffnen und wieder schliessen wollte, entschied ich mich, Heartbeat einfach aufzusplitten. Wobei es viel mehr so war, dass ich den Eindruck hatte, Gott lege mir diese Überlegungen geradezu in den Schoss. Nun freue ich mich, euch berichten zu dürfen, dass wir letzten Sonntag mit unseren «Sonntagsbrunchgruppen» zu je 5 Personen gestartet haben! So kommen wir nun also regelmässig in kleinen Gruppen zum feinen Brunch zusammen und pflegen Beziehung! Zudem gibt es uns die Möglichkeit, viel intensiver in Themen einzutauchen und einen viel persönlicheren Austausch zu haben als in der grossen, actiongeladenen „Heartbeatgang“! Uns ist es wichtig, trotzdem als ganze Familie zusammenzubleiben. Daher facetimen wir zu Beginn des Treffens mit den anderen Gruppen. Ich stelle zudem Fragen zu einem zuvor versendeten Onlineinput, die dann in den Gruppen diskutiert werden können. Zum Ende teilen wir unsere Antworten gemeinsam und profitieren so auch von den Überlegungen der anderen. Die Freude über das erste Treffen war bei allen Beteiligten riesig! Wir erlebten eine so gesegnete Zeit und freuen uns schon wahnsinnig auf den nächsten Brunch!

Möchtest du mitmachen?

Möchtest du auch gerne mitmachen und in der doch manchmal einsamen Coronazeit von einer tollen Gemeinschaft profitieren? Anregende Gespräche, gutes Essen und entspannte Stimmung erleben? Dann bilde doch deine eigene kleine Gruppe und klink dich bei uns mit ein! Bist du alleine und suchst genau so eine Gemeinschaft? Melde dich einfach bei mir über info@openarms.ch. Wir freuen uns, von dir zu hören!

Gott schenkt uns so tolle Möglichkeiten. Er kann aus jeder noch so schwierigen Situation einen Segen werden lassen!

Love,

Mica

Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam.

Apostelgeschichte 4:32

Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.

Apostelgeschichte 2:46-47

Unterwegs zur Vergebung – Online-Seminar (März/April!)

Schon eineinhalb Jahre ist es her, seit mein langjähriger guter Freund und Heilsarmeeoffizier Björn Marti, die Sängerin Rahel Richter Donnabauer und ich zusammen ein Seminar zum Thema Vergebung organisierten. Eigentlich war ich ja Mitorganisatorin. Doch während des Seminars gingen mir selbst so viele Dinge auf, die ich noch nie so gehört hatte, und ich wusste: «Damaris, da sind ein paar Dinge, die musst du angehen!» Wer meine Biografie gelesen hat, weiss, wovon ich rede… Da waren so viele Verletzungen in meinem Herzen, offene oder nur oberflächlich verheilte Wunden, die eigentlich immer noch eiterten und wo ein kleines Pflaster einfach nicht mehr ausreichte. Tja, und so habe ich zusammen mit Björn einiges in meinem Leben bereinigt, habe Vergebung ausgesprochen und durfte wirklich erleben, wie mein Herz sich wandelte und diese tiefe Wurzel der Bitterkeit, die mich über Jahre im Griff gehabt hatte, herausgerissen wurde. Und das wäre alles nie geschehen, hätte ich nicht dieses Vergebungsseminar mitorganisiert!

Ich kann dir dieses Seminar nur wärmstens empfehlen! Ich bin sonst vorsichtig mit solchen Aussagen, aber es hat tatsächlich mein Leben verändert. Und das kann auch mit dir geschehen! Manchmal müssen wir Dinge einfach angehen, selbst wenn es schmerzt. Die Freiheit und den inneren Frieden, die wir dadurch erlangen, ist es tausendmal wert!

Da wir das Seminar coronabedingt online veranstalten, hast du keinen Anreiseweg. Egal wo du bist, du kannst dabeisein! Wenn es irgendetwas in deinem Leben gibt, Verletzungen, Unversöhnlichkeit, Bitterkeit, Menschen, die dich verletzt haben, offene Wunden in deinem Herzen, Menschen, denen du vergeben solltest, aber es einfach nicht schaffst, weil es immer noch soooo weh tut, was sie dir angetan haben, dann ist dieses Seminar für dich. Nimm daran teil, ich kann es dir nicht genug ans Herz legen. Es ist so praktisch, so lebensnah, so befreiend. Es ist nicht nur trockene Theorie. Es ist nicht im Stil von: «Du musst halt einfach mal vergeben!» Den Spruch kennen wir zur Genüge. Nein. Es geht um die Gefühle, um den Heilungsprozess dieser inneren Wunden. Deswegen heisst das Seminar ja auch: «Unterwegs zur Vergebung», weil es ein Weg ist und nicht einfach ein rationaler Beschluss im Kopf.

Ihr seht, ich komme ins Schwärmen. Hey, meldet euch an! Sagt es anderen weiter! Nehmt daran teil! Es ist einfach eine soooo gute Sache! (Und wir sind ja sowieso alle zu Hause wegen Corona… warum also die Zeit nicht für ein lebensveränderndes Online-Seminar nutzen?)

So, ich höre auf, dich zuzutexten. Geh einfach auf:  biel.heilsarmee.ch/vergebung  Hier findest du alle Infos. Ich freue mich auf dich!!!

Weihnachtsgeschenke in Angola

Ja, ich weiss, Weihnachten war letztes Jahr. Aber unsere Heartbeatler haben Patenkinder aus unserem Partnerprojekt in Angola, und jeder vom Heartbeat hat einem Kind ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk gemacht, welche Missionar Bila dann höchstpersönlich nach Angola brachte. Allerdings halt erst im Januar, da er vorher keine Ferien hatte. Die Freude war trotzdem gross, als die Kinder ihr persönliches Geschenk auspackten. Es sind alles Kinder aus der Favela, aus den Armenvierteln, die kaum genug zum Leben haben und im «Casa Damaris» Schulnachhilfe erhalten. (Corona hat diese Arbeit natürlich vorläufig auch stark eingeschränkt, denn normalerweise strömen täglich über hundert Kids zum Casa Damaris. Im Moment dürfen nur ein paar kommen.)

Auch auf der Strasse gab es ein Weihnachtsfest mit gutem Essen und Gratis Haarschnitt! Und Tonilson und Valdemir, zwei ehemalige Strassenjungs, die seit 2018 im „Casa Damaris“ leben und seither wieder zur Schule gehen, halfen fleissig bei der Essensverteilung mit.

Mein Zachäus-Abend

Ich kenne einen Mann – ich nenne ihn Patrick – der seit Jahren versucht, clean zu werden. Meistens alle paar Monate meldet er sich bei mir und sagt total ehrlich, wie es ihm grad geht. Kürzlich waren Mica (meine rechte Hand bei Open Arms) und er bei mir zu Besuch. Er hatte einfach das Bedürfnis, uns wieder mal zu sehen. Wir hatten ein feines Abendessen, ein leckeres Dessert, und Patrick redete und redete und erzählte uns ungeschminkt von all dem «Scheiss», den er gebaut und erlebt hatte in den letzten Jahren. Ziemlich haarsträubende Geschichten… Wir hörten ihm einfach nur zu und sagten eigentlich sehr wenig. Das einzige, was ich zwischendrin einwarf, war: „Mensch, Patrick. Ist das nicht krass, wie Gott dich immer wieder aus den verrücktesten Situationen herausholt?“ „Ja. Du hast Recht“, meinte Patrick nachdenklich. „Er hat mir tatsächlich schon oft den Arsch gerettet.“

Als er wieder nach Hause ging, hatte ich so das Gefühl, als wäre dieser Abend ein „Zachäus-Abend“ gewesen. Jesus hatte sich beim Zöllner Zachäus zum Essen eingeladen (Lukas 19,1-10). Was sie geredet haben, steht nicht in der Bibel, sondern nur, dass Zachäus Jesus voller Freude in seinem Haus aufnahm und bewirtete. Und dann hat Zachäus plötzlich beschlossen, sein Leben zu ändern. Ich fand die Geschichte schon immer großartig, weil da nichts von irgendeiner Predigt von Jesus steht, die Zachäus zur Umkehr bewegte. Es steht nur, dass sie zusammen gegessen haben! Und ich stelle mir vor, dass Jesus ihm einfach nur zugehört hat, während sie aßen und tranken. Sie waren einfach zusammen und hatten Tischgemeinschaft, und allein diese Tischgemeinschaft mit Jesus löste in Zachäus eine radikale Veränderung aus. Das hat mich immer total begeistert. Nun, jedenfalls war mir unser Abend ähnlich vorgekommen. Und dann, etwa eine Stunde später kam die berührende Nachricht von Patrick per whatsapp:

Liebe Damaris, vielen herzlichen Dank für die schönen Stunden mit Euch, das tolle Essen, die Gemeinschaft. Es hat mir so gut getan, Euch wiederzusehen. Bin total ermutigt und dankbar. Ich möchte wieder eine bewusste Beziehung mit Jesus leben. Du hast Recht. Er trägt mich und liebt mich bedingungslos, hat mich nicht losgelassen und gibt mir eine neue Chance. Ich möchte wieder lernen zu hören, auf die nächsten Schritte achten. Es werden kleine sein, aber ich habe Hoffnung und möchte wieder vertrauen. Ich habe doch schon angefangen deine Geschichte zu lesen und bin jetzt schon gefesselt. Das macht mir Mut, auch meine Gedanken und Augen wieder auf Dinge zu richten, auf Gott zu richten, weg von dem eigenen Leid, erkennen, dass es soviel wichtigeres gibt als eine kaputte Beziehung und die Gefangenschaft in einem selbst. Es wird Zeit wieder zu leben!!! Danke Dir sehr.

Gemeinsam schaffen wir das!

Ich möchte mich hier einfach mal ganz herzlich bei euch allen bedanken. Es bewegt mein Herz, dass immer wieder Menschen für unsere Arbeit von Open Arms (die Demetri und ich vor 19 Jahren gegründet haben!) Geld spenden. Gerade letztes Jahr, wo die gesamte Tournee wegen Corona ins Wasser gefallen ist, hatten wir trotzdem kein Loch. Gott hat uns einfach durchgetragen, durch Menschen wie dich! Das ist einfach unglaublich, und ich kann nur tausendmal DANKE sagen! Gerade in dieser Corona-Zeit, wo manchmal alles irgendwie so leer erscheint und wo ich manchmal das Gefühl habe, wir drehen langsam alle durch, schickt Gott mir doch immer wieder Lichtblicke, als wolle er mich wieder wachrütteln und mir sagen: «Hey, schau doch! Es lohnt sich! Bleib dran! Weitermachen! Streu weiter Samen! Gib nicht auf!»

Also mache ich weiter! Deinetwegen! Und ich danke dir einfach für all deine Gebete und lieben Emails und Spenden und dein Mittragen. Das ist so wertvoll! Und bleib ebenfalls dran! Gib nicht auf! Gott trägt uns da durch! Gemeinsam schaffen wir das!

Mit Power & Love

Damaris Kofmehl

 

 

 

 

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