21.5.2020 | Im Gedenken an Demetri

Vor drei Jahren, am 21.Mai 2017, ist unser geliebter Demetri von uns gegangen. Ja, es sind tatsächlich schon drei Jahre vergangen! Irgendwie kommt es mir viel länger vor und gleichzeitig viel kürzer. Natürlich vermisse ich ihn immer noch, aber Gott hat mir auch viel Gnade geschenkt, dass ich daran nicht zerbrochen bin sondern fröhlich und guten Mutes meinen Weg weitergehen darf. Ich weiss, das ist nicht selbstverständlich, und ich bin Gott echt dankbar dafür.
Es ist unglaublich, wieviele Segensspuren Demetri zurückgelassen hat. Da sind so viele, die ich persönlich kenne, die nicht mehr hier wären ohne ihn. Wirklich. Ich habe kürzlich wieder durchgelesen, was die Leute nach seinem Tod über ihn geschrieben haben, und mir kamen die Tränen. Ganz ehrlich, ich habe in meinem ganzen Leben kaum jemanden kennengelernt, der Menschen so geliebt hat, wie Demetri es tat. Er hat einfach alle geliebt! Ohne wenn und aber.
Ausgerechnet er, der selbst nie Liebe erfahren hat, er, der als Kind misshandelt und geschlagen wurde, er, dessen Adoption rückgängig gemacht wurde, weil er «zuviel Geld kostete», wie seine Adoptiveltern es begründeten, ausgerechnet er, der auf der Strasse gelebt hat, der nichts hatte, ausgerechnet er hat Menschen einfach geliebt, hat alles, was er hatte, verschenkt, wollte jedes Waisenkind, das er traf, am liebsten adoptieren, damit es eine Familie hat. Er hat an Menschen geglaubt, die verachtet waren, seltsam, die nirgendwo reinpassten, an die sonst keiner glaubte.
Er hat sie mit nach Hause genommen, und es war ihm egal, wenn sie ihn beklauten. Er hat sie trotzdem geliebt.

Er hat radikale Wege eingeschlagen, die keiner verstand. Einmal hat ihn ein junger Mann auf der Strasse gefragt, ob er ihm Alkohol kaufe, und er tat es, setzte sich mit der Flasche Alkohol zu dem jungen Mann auf den Boden, und der Bursche begann ihm seine Geschichte zu erzählen. So war Demetri. Es war ihm egal, was andere von ihm dachten, ob sie ihn verurteilten oder in die Hölle wünschten oder mit Bannern gegen ihn demonstrierten (alles passiert), er hat trotzdem weitergeliebt und jedem gesagt: Gib nicht auf! Dein Leben ist zu wichtig!

Ja, das war Demetri. Ich vermisse sein Lachen, seinen Humor, seine für Jesus brennenden mit Liebe gefüllten Augen, seine verrückten Ideen (die er dann auch umsetzte!), seine von Gott geschenkte Weisheit, seine inspirierende Art, mich zu pushen und immer das beste aus mir herauszuholen, sein offenes Ohr für mich und gleichzeitig für hundert andere (er war auf seinem Handy rund um die Uhr erreichbar und immer bereit, einen Rat zu geben oder ein aufmunterndes Wort).
Er hat in einem Tempo gearbeitet, dass ich manchmal kaum nachkam. Ich habe immer noch jede Menge unverarbeitetes Filmmaterial von ihm in meinem PC, das ich jetzt nach und nach online stelle. Es ist schon unglaublich, wie sein Leben über seinen Tod hinaus immer noch Segen verbreitet. Das ist krass. Und manchmal denke ich, wenn er jetzt vom Himmel auf mich und auf dich hinabschauen würde, würde er lächeln und sagen: «Ich bin so stolz auf dich!»

Wir werden uns im Himmel wiedersehen, mein geliebter Demetri! Und bis dahin werde ich versuchen, dieselbe Botschaft, die du verkündet hast, weiterzuverbreiten: «Gebt nicht auf! Euer Leben ist zu wichtig!»

Damaris

Neues von der Wohnfamilie
Sozialbegleiterin Mica berichtet: Im Februar 2020 ist die Wohnfamilie in die neue, etwas grössere Wohnung gezogen und in der Zwischenzeit haben sich die Bewohner ziemlich gut eingelebt und fühlen sich am neuen Ort wohl & „dihei“. Per April hat die Wohnfamilie Destiny Zuwachs bekommen. Wir durften ganz herzlich Simon in der Familie begrüssen! Wir freuen uns sehr, dass wir durch den Umzug nun diesen weiteren WG Platz anbieten konnten.

Wir treffen uns wöchentlich alle zusammen für einen Gemeinschaftstag. Da kommt auch Leo dazu, der nach wie vor zur Familie gehört jedoch nicht mehr im Wohnprojekt selbst wohnt. Die Coronakrise beeinflusst natürlich auch uns, und wir mussten kreativ und einfallsreich werden, da wir uns nicht mehr in der Wohnung treffen konnten. So waren wir mehrmals im Wald grillieren, haben draussen Ostereier angemalt oder Glace auf dem Platz vor dem Haus genossen. Ich empfinde, dass die gemeinsame Zeit draussen & die Abwechslung eigentlich ganz guttut, und könnte mir sogar gut vorstellen dies auch längerfristig so beizubehalten!

Das Zusammenleben ist für die Bewohner der Wohnfamilie nicht immer nur einfach. Man gerät aneinander, muss sich mit Konflikten auseinandersetzen, sich auf das Gegenüber einlassen und geduldig sein mit den Macken & Kanten aller Beteiligen. Dies nebst all den eigenen persönlichen Baustellen und Herausforderungen, das kann manchmal ganz schön anstrengend sein. Ganz „Familienlike“ gibt es da manchmal auch Krach oder Unstimmigkeiten. Dann wird eine Sitzung am runden Tisch einberufen, wir schauen die Gefühle und Gedanken von jedem Beteiligten an, sprechen Schwierigkeiten an, finden Lösungen. Trotz diesen in meinen Augen ziemlich natürlichen Schwierigkeiten im Zusammenleben, freue ich mich immer wieder zu sehen, wie ein Zusammenhalt vorhanden ist. Wenn es jemandem schlecht geht, dann sind die Zankereien schnell vergessen & man ist für einander da.

Zudem freut es mich sehr, bei jedem Einzelnen Schritte und positive Entwicklungen beobachten zu können. So ist Mauro nach wie vor erfolgreich in seiner Ausbildung als Friseur unterwegs und bringt immer wieder super Schulnoten mit. Ich freu mich auch ganz speziell zu berichten, dass Leo nach längerer Arbeitslosigkeit nun diese Woche mit einer 30% Arbeitsstelle wieder in die Arbeitswelt einsteigen darf. Michelle hat ein Praktikum in Aussicht welches ideal auf ihre Situation zugeschnitten ist & Simon erfreut sich an einer stabilen Wohnsituation, welche er sich schon länger gewünscht hat!
Es läuft eigentlich ständig etwas & wird definitiv nicht langweilig! Interessierst du dich für das Projekt, möchtest mehr erfahren oder hast es auf dem Herzen uns zu unterstützen? Gerne laden wir dich auf einen Besuch oder gemeinsames Grillieren ein.
Herzlichst, Mica

Trotz Coronakrise geht es weiter
Ich bin sehr bewegt, wieviele während dieser Coronazeit an uns denken, mit lieben Emails, um nachzufragen, wie es uns geht, aber auch mit Spenden für unsere Arbeit. Vielen vielen Dank dafür! Diese letzten Monate waren für uns alle nicht leicht. Heartbeat musste pausieren wegen der Coronakrise und wir beten, dass sie sich bald wieder treffen können. Die Fireschool mussten wir ausfallen lassen, was mich unendlich schmerzte!
Ja, alle sehnen sich danach, dass wieder Normalität einkehrt. Und das wird es! Unsere Dienste gehen weiter, Menschen werden weiterhin gesegnet. Das alles ist ein grosses Privileg, so sehe ich es. Auch gerade durch unsere Internet-Church erreichen wir wöchentlich so viele Menschen auf der ganzen Welt. Ich weiss von einigen, die sich jeden Sonntag auf die Message freuen. Es gibt ihnen Halt und Zuversicht. Das ist so wundervoll! Danke, dass du auch gerade durch deine Spenden all diese Arbeiten ermöglichst. Ohne dich könnten wir nicht halb so viel tun!

Also deswegen einfach: DANKE! Und danke für alles, was du auch weiterhin gibst, damit wir weiter Gottes Reich bauen können. Die Not ist zwar oft etwas versteckt, aber sie ist da und wir begegnen ihr täglich und helfen, wie es unsere Möglichkeiten erlauben. Und du bist ein Teil davon, vergiss das nicht!

Schreib & Songwriting Camp im Sommer – 10.-14.August 2020
Vielleicht denkst du noch gar nicht an den Sommer. Aber er wird kommen! Und vielleicht würde dich ja unser tolles Schreib & Songwritingcamp interessieren:
Schreibst du gerne Geschichten oder Songs? Träumst du vielleicht sogar von einem eigenen Buch? Oder einem eigenen Song? Egal, was du gerne schreibst (Tagebuch, Geschichten, Biografisches, Fantasy, Gedichte, Poetry-Slam oder Songs), in diesem Camp darfst du dich darin voll entfalten. Du kannst selber wählen zwischen „Schreiben“ und „Songwriting“. Bestsellerautorin Damaris Kofmehl und Musiker Angie & Attila unterstützen dich dabei. Ausserdem profitierst du vom Fachwissen exklusiver Gastautoren und Gastmusiker.

Ich habe die Anmeldefrist verlängert bis zum 10.Juli! Komm und sei dabei! Anmeldung auf: www.openarmscamps.ch Dort findest du übrigens noch ein zweites Sommercamp, das Fireweekend! Auch dazu findest du auf der website alle Infos.
Wir freuen uns auf dich!

Mit Power & Love
Damaris Kofmehl

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.