Angola

Hilfe für Strassenkinder in Luanda
Angola

Die Situation

Armut: Etwa 50 % aller Einwohner in Angola leben unterhalb der Armutsgrenze. In den Städten, in denen sich inzwischen mehr als 50 % der Angolaner zusammenballen, ist die Mehrheit der Familien auf Überlebensstrategien angewiesen.

Schule: In Angola gehen weniger als zwei Drittel der Kinder im schulpflichtigen Alter zur Schule. Die Familien können sich das Schulgeld nicht leisten, und die Kinder brauchen Personalausweise, welche sie nicht haben. Ausserdem gibt es zuwenig Schulen und zuwenig Lehrer.

Reichtum & Korruption: Erdöl und Diamanten machen Angola zu einem der reichsten Länder Afrikas. Allerdings kommen die Einkünfte aus den Rohstoffvorkommen nicht bei dem Großteil der Bevölkerung an, sondern bei korrupten Nutznießern, den politisch und ökonomisch Herrschenden des Landes. Angola gilt als eines der korruptesten Länder Afrikas.

Geschichte: Angola erlangte 1975 die Unabhängigkeit von Portugal. 27 Jahre lang herrschte ein blutiger Bürgerkrieg, der erst im Jahr 2002 beendet wurde.

 

Nova Chance - Unser Patenprojekt in Luanda

Nova Chance wurde von Bila Lubanzadio, einem langjährigen angolanischen Freund von Damaris Kofmehl, ins Leben gerufen. Er und sein Team engagieren sich in der Hauptstadt Luanda auf vielfältige Weise für Strassenkinder, Kinder in der Favela und Gefangene.

Strassenkinder: Das Team von Nova Chance besucht die Kinder regelmässig auf der Strasse und kümmert sich um ihre alltäglichen Nöte und Sorgen wie Essen, Kleidung, medizinische Betreuung und Dokumente. Für diejenigen, die von der Strasse wegkommen wollen, bietet Nova Chance in Zusammenarbeit mit Open Arms ein Heim an, wo sie die Chance auf ein normales Leben haben. Das Heim ist noch am Enstehen, das Haus wird seit August 2018 gemietet.

Kinder in der Favela: Nebst der Arbeit auf der Strasse engagiert sich Nova Chance auch für Kinder in der Favela und besucht regelmässig hunderte von Familien. Ziel ist es zu verhindern, dass die Kinder später auf der Strasse landen. Die wenigsten der Kinder gehen zur Schule. Nova Chance besorgt den Kindern die nötigen Dokumente und bezahlt das Schulgeld für sie, welches die Familien sich nicht leisten können. Allerdings sind an den Schulen kaum Plätze frei, was die Arbeit sehr erschwert.

Gefängnis: Der dritte Arbeitszweig von Nova Chance sind Besuche im Gefängnis. Ein Team besucht die Gefangenen jede Woche im Gefängnis, hält einen Gottesdienst ab und bringt ihnen die nötigsten Hygieneartikel, welche kaum vorhanden sind.

 

Special Newsletter Angola-Trip Mai 2018