Fireschool-Rückblick

Und schon wieder ist die Fireschool zu Ende. Es war ein großartiges Camp, und wie immer hat Gott mächtig gewirkt. Ich staune jedes Jahr darüber, wie die Gesichter sich verändern. Viele kommen bedrückt und mit grossen Lasten ins Camp, und in diesen vier Tagen blühen sie regelrecht auf und zum Schluss ist ein Strahlen auf ihrem Gesicht, das unbezahlbar ist. Das tut Gott! Und er tut es jedes Jahr! Hier ein paar kurze Zeugnisse (Namen geändert):

Ich habe auf dieser Fireschool zu Gott gefunden, Gott kennengelernt. Davor war ich nur Zweifler und total unsicher. Ich wusste nicht, was das für eine Stimme in meinem Kopf war, die mir bei Entscheidungen und schwierigen Situationen half. Aber jetzt bin ich so viel reicher und stärker nach Hause gekommen. Danke dafür! Aber ich habe auch erkannt, wie vieles noch zwischen mir und Gott steht, auch wenn ich meinem Vater verziehen habe, der sicherlich ein Teil davon war. Daher freue ich mich schon so auf die nächste Fireschool und werde versuchen, mich mit all dem auseinanderzusetzen. Es ist immer eine so unglaublich bereichernde Zeit. – Sabrina

Ich merke, wie wichtig es war, bei euch in der Fireschool zu sein. Meine Ansichten über Verlorene und Sünder ist komplett berührt worden. Das hört sich komisch an, aber ich fange an zu begreifen, was „liebt sie zu Tode“ bedeutet. Wow! Ich hab das schon immer gewusst, aber nicht immer gelebt. Ich bin so verändert, dass ich mich selbst gerade nicht mehr kenne. Aber das tut so gut! Es ist sowas Kostbares, was dein Mann und du aufgebaut haben. Ja, und nochmal ja, die Menschen müssen zuerst geliebt werden. Ich weine wieder für die Verlorenen, das hatte ich ganz verloren. Ich bin so verändert, wow! Bin einfach nur unendlich dankbar! – Guido

Danke für alles an euch alle. Es war eine Erfahrung, welche ich nicht missen möchte in meinem Leben. Das Wochenende mit Euch hat mir einen Zugang zu Gott gewährt, dem ich ohne Euch sonst nicht in dieser Form begegnet wäre. Ihr seid ein wundervoller Haufen voll Individuen und jeder von euch ist liebenswert auf seine Art. Ich danke Gott, dass ich reinschnuppern durfte in eure FIRESCHOOL. Danke  Damaris, danke Mika und danke DEMETRI. Ich habe alle Bücher gelesen. DANKE – Frederick

Damaris Kofmehl: Für mich persönlich gab es mehrere Momente, die mich zu Tränen rührten. Zum Beispiel der Augenblick, als Patrick beim Worship ganz alleine vorne zu tanzen begann. Ich beobachtete ihn von hinten, wie er sich in die Freiheit in Christus hineintanzte – so kam es mir vor. Es war einfach wunderschön. Ich musste weinen. Und dann kniete er sich zu einer jungen Frau hin und betete für sie. Am nächsten Tag hat das Strahlen auf seinem Gesicht gar nicht mehr aufgehört. Es war so der Hammer! Er war komplett verändert! Oder der Moment, wo Martina einen unglaublich ausdrucksvollen Tanz vorführte und ich nur dachte: „Wow, und dieses Mädchen wollte sich vor ein paar Jahren das Leben nehmen. Wäre sie damals nicht in die Fireschool gekommen, wer weiß, ob sie heute noch leben würde!“ Oder als meine Freundin Ramona mir plötzlich während dem Worship von hinten ins Ohr flüsterte: „Ich hol jetzt mein blaues Kleid.“ Mein Herz machte einen Sprung vor Freude. Vor zwei Jahren hatte Ramona nämlich in diesem wunderschönen Kleid in der Fireschool getanzt, aber nach Demetris Tod wollte sie nicht mehr darin tanzen. Ich bat sie, das Kleid wenigstens mit in die Fireschool zu nehmen, nur für alle Fälle. „Okay“, sagte sie mir. „Ich pack´s ein. Aber ich werde NICHT tanzen!“ Und dann plötzlich überkam es sie, und sie wirbelte in ihrem blauen Tanzkleid im Saal herum, frei und voller Leidenschaft, und mir liefen die Tränen dabei runter, weil ich wusste, was das für sie bedeutete.

Ich war auch so beeindruckt zu sehen, wie viele der Teilnehmer immer wieder in die Fireschool kommen und wie sehr sie über die Jahre geistlich gewachsen sind. Wie sie sich verändert haben und nun selber ihren Mann, ihre Frau stehen und sich einsetzen für andere. Für viele ist die Fireschool DER Höhepunkt des Jahres, worauf sie sich schon das ganze Jahr freuen wie zum Beispiel Luca. Wegen irgendwelcher Drogengeschichten wurde er ausgerechnet in der Woche vor der Fireschool verhaftet und erst am Freitag wieder auf freien Fuß gesetzt. Seine Mutter machte sich schon Sorgen, weil sie nicht wusste, wo er war, bis er mit einem Tag Verspätung strahlend bei uns in der Fireschool auftauchte und mir mit einem Achselzucken erklärte: „Sorry, hab halt nicht früher kommen können. Bin drum verhaftet worden. Aber jetzt bin ich hier. Die Fireschool hätte ich mir um nichts in der Welt entgehen lassen.“

In unserem Camp haben wir tatsächlich nicht nur 0815-Christen. Saymok, ein Musiker, den wir ab und zu in die Fireschool einladen, sagte bei seinem Auftritt: „Ich bin ja ständig in den unterschiedlichsten Gemeinden unterwegs. Aber nirgendwo finde ich so einen kunterbunten Haufen wie bei euch!“ Und das Verrückte ist: Es funktioniert! Alle fühlen sich wohl (überspitzt gesagt vom Geschäftsmann bis zum Junkie) und alle respektieren und ermutigen einander, und die Starken helfen den Schwachen wieder auf die Beine, wenn sie es alleine nicht mehr schaffen. Denn die einzige geistliche Regel, die wir in der Fireschool praktizieren, lautet: „Verurteile niemanden.“ Demetri hat es den Leitern immer so gesagt: „Draussen in der Welt, in der Schule, am Arbeitsplatz, manchmal auch in der Gemeinde, werden diese Leute schon genug verurteilt. Warum gönnen wir ihnen nicht einmal fünf Tage Pause davon und lieben sie stattdessen einfach bedingungslos?“ Und diese Atmosphäre der bedingungslosen Liebe und Annahme und Wertschätzung ist es, die die Leute in der Fireschool freimacht, gesund liebt, ihre Herzen öffnet, damit Jesus sie anrühren und verändern kann. Wir erleben es jedes Jahr aufs Neue. Es ist unglaublich!

Ja, wir haben manchmal auch harte Nüsse dabei, die wir scheinbar über Jahre hinweg nicht knacken können. Aber irgendwann werden sie von Gott berührt, und ihr Leben nimmt eine radikale Wendung wie z.B.  bei Kim, einem Mädchen, das bereits mit 11 Jahren versuchte, sich das Leben zu nehmen und sich über neun Jahre hinweg selber verletzt hat. Ich erinnere mich noch, wie verschlossen sie war, als sie vor Jahren das erste Mal ins Camp kam. Es war, als hätte sie ein Schild auf der Stirn: „Komm mir ja nicht zu nahe, oder ich knall dir eine!“ Doch dann, nach und nach, öffnete sie sich, und Jesus fand einen Weg in ihr verletztes Herz. Heute ist sie eine selbstbewusste junge Frau und erzählt in Schulen, wie sie es geschafft hat, mit dem sich Ritzen aufzuhören. Ich habe sie übrigens interviewt, und unser Interview wird ab dem 5.Mai online auf unserer website www.openarms.ch zu sehen sein.

Ach, ich könnte noch seitenlang weiterschwärmen von der Fireschool! Wenn du dieses Jahr nicht dabei warst, reservier dir nächste Ostern! Denn dann geht es in die nächste Runde! Und wenn du im Sommer vom 16.-18. August nichts vorhast, dann komm doch in unsere „Mini-Fireschool“, ein gechilltes Wochenende in Bärau im Emmental. Wir freuen uns auf dich!

Mit Power & Love

Damaris Kofmehl

 

Zu Gast bei Fenster zum Sonntag

Ich wurde vor ein paar Wochen angefragt, Teil einer Sendung bei Fenster zum Sonntag Magazin zu sein. Die Sendung heisst: „Mit Ecken und Kanten“ und portraitiert 3 Leute. Ich bin eine davon! Ein Fernsehteam hat mich in der Fireschool in Disentis gefilmt und bei mir zu Hause. Ich bin selber sehr gespannt darauf! Der Beitrag wird am 18. Und 19. Mai ausgestrahlt:

SRF 1, Samstag, 18. Mai um 16:40
SRF ZWEI, Sonntag, 19. Mai um 12:00
SRF INFO, Samstag, 18. Mai um 18:30 und Sonntag, 19. Mai um 17:45

Die Sendung wird unmittelbar nach der Erstausstrahlung auf SRF 1 in voller Länge und als Einzelbeitrag auf sonntag.ch aufgeschaltet.

 

Wohnfamilie Destiny, der Startschuss ist gefallen!

Mica berichtet: Endlich ist es soweit: Voller Freude und Stolz darf ich euch von der Eröffnung unserer ersten Wohnfamilie berichten. Nach ersten Planungen und vielen Vorbereitungen  konnten wir per 1.April endlich eine 3.5 Zimmer Wohnung beziehen. Die Wohnung bietet zwei begleitete Wohnplätze und wird bereits von zwei Bewohnern ihr neues “Dihäi“ genannt.

Ziel der Wohnfamilie Destiny ist es, junge Menschen in einem familiären, wertschätzendem Rahmen auf dem Weg in die Selbständigkeit zu begleiten. Wir bieten ihnen ein Zuhause, in dem sie Halt finden, eine Ansprechperson in schwierigen Lebenssituationen haben und sozial wie auch in ihren Selbstkompetenzen gestärkt und gefördert werden. Die Bewohner werden in ihrer individuellen Lebenslage begleitet und auf Augenhöhe und ressourcenorientiert  unterstützt.

Als ausgebildete dipl. Sozialbegleiterin habe ich die richten Tools, unsere Bewohner professionell zu begleiten. Zudem arbeite ich erfolgreich interdisziplinär mit anderen Fachstellen zusammen. Trotz allem Fachwissen  bin ich enorm dankbar, mich gerade in herausfordernden Situationen auf unseren Gott verlassen zu können, bei ihm eine treue und liebevolle Anlaufstelle zu haben, bei ihm wieder auftanken zu können und zu wissen, wer am Ende des Tages alles in den Händen hält.  Weniger von mir und mehr von unserem Gott, dieses Gebet ist mir seit der Fireschool sehr wichtig geworden. Ohne seinen Segen ist die ganze Mühe umsonst, und ohne seine Liebe jede Anstrengung überflüssig. Ich danke Gott, dass er uns diese wunderbare Möglichkeit gibt, eine neue Wohnform zu bieten und dadurch zum Segen im Leben junger Menschen zu werden.

„Der Einstieg in die Wohnfamilie Destiny war für mich die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Ich bin gut gestartet und habe mich super eingelebt. Auch mit Mauro und Mica verstehe ich mich super und es ist eine tolle Zusammenarbeit. Ich bin froh, dass ich hier wohne und nicht irgendwo anders ohne Unterstützung.“ (Leo, 21 Jahre)

„Ich habe mich sehr gut in die Wohnfamilie Destiny und meine neue Umgebung eingelebt. Ich konnte mit viel Energie starten und bekomme überall dort Unterstützung, wo ich es brauche. Ich wasche jetzt selber, koche, bezahle Rechnungen und organisiere alles selber in meinem Leben, mit professioneller Hilfe. Ich fühle mich sehr wohl und unbekümmert. Ich bin zuhause angekommen und freue mich über Besuch.“ (Mauro, 18 Jahre)

 

Finanzen

Erst einmal tausend Dank an alle Sponsoren, sowohl für die Fireschool wie für den Startschuss der Wohnfamilie Destiny! Ich bin so dankbar, dass ihr unser Anliegen zu eurem gemacht und dafür so grosszügig gespendet habt. Dadurch konnten junge Leute ins Camp kommen, die es sich nicht hätten leisten können, und die Wohnfamilie konnte erfolgreich starten! Gott versorgt uns immer mit allem, was wir brauchen. Und er bewegt Herzen von Menschen wie dir, damit wir die Herzen von anderen Menschen bewegen können. Überleg dir, ob du uns vielleicht sogar regelmässig unterstützen möchtest. Wenn du oder jemand, den du kennst, durch einen unserer Dienste gesegnet wurde, dann segne uns doch zurück. Jede Spende zählt! Und wie du gelesen hast, bewegen diese Spenden wirklich etwas! Gott verwandelt deinen Beitrag sozusagen in ein geistliches Kapital, um Menschen zu retten, zu verändern, zu berühren. Eine bessere Investition gibt es nicht! Und ohne dich schaffen wir es tatsächlich nicht. Also danke, wenn du uns hilfst, dass wir auch weiterhin anderen helfen können. Vielen vielen Dank dafür!

Mit lieben Grüssen & Dankbarkeit

Damaris Kofmehl

 

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